ANTOINETTE VONLANTHEN
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Archiv: Januar 2018

Viele Deutschschweizer lernen und sprechen ungern französisch. Woher rührt dieses Unwohlsein?

Hochdeutsch ist bloss ein Werkzeug

Es gibt viele Gründe wieso Französisch unbeliebt ist. Ursprünglich ist ja das neu geborene Kind mit der Mutter eng verbunden, von ihrer Anwesenheit abhängig. Das Kind erkennt unter anderem seine Mutter an den Klang ihrer Stimme. Eine liebliche Umgebung, in der angenehm gesprochen oder sogar gesungen wird, gibt dem Kind Geborgenheit. Das Eintreten in der Schule ändert das Sprachverhalten, es gelten andere Kommunikationskodexe. Jeden kleinsten Schritt der Ablösung des Kindes zu seiner Familie bedeutet auch sich eine neue Sprache aneignen. In der Schweiz lernen die meisten Kinder zwei Sprachen. Die Muttersprache als Dialekt, dann Hochdeutsch in der Schule. Diese Zweitsprache scheint mir wie ein Konstrukt mit dem sich das Kind nicht identifizieren kann. Hochdeutsch ist bloss ein Werkzeug. Immerhin muss die Sprache gelernt werden und nicht richtig erlebt werden. Psychologisch gesehen ist das Erlernen der Hochdeutsche Sprache ein emotionaler Schnitt der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Das gelernte wird selten im Alltag integriert. Dann kommt in der Schule den Moment wo Französisch gelernt wird. Eine zusätzliche mentale und emotionale Belastung. Beim auswendig lernen geht einen die Lust definitiv weg. Was sollen derart Konstrukte wenn sie emotional nicht im Alltag eingebunden sind? Das Kind reagiert natürlich wenn es mit der französischen Sprache Mühe empfindet, sich nicht zu Recht findet.

Wie wird in der Familie gesprochen?

Viele Elemente kommen hinzu: die Art der menschliche Beziehungen in der eigene Familie, im Freundeskreis, in der Schule. Gibt es Zwänge, Autoritätsprobleme, Gewalt? Wie gehen Frauen und Männer miteinander um und wie sprechen sie miteinander?

Wird das Kind in seiner Spontaneität gefördert? Manchmal hängt es mit einem Unwohlsein in der eigenen Muttersprache zusammen. All diese Faktoren beeinflussen das Sprachverhalten. Der Gebrauch jeder Sprache wirft einen auf existenzielle Fragen zurück: Werde ich verstanden mit meiner Sprache und meiner Art? Kommt das, was ich sage, an? Die Sprache ist immer sehr eng an die Person geknüpft, entsprechend ist der Sprachgebrauch eng verbunden mit existenziellen Ängsten, vor allem mit der Angst, abgelehnt zu werden. Wer sich in seiner Haut nicht wohl fühlt, wird sich kaum in (s)einer Sprache wohl fühlen.

Spielt der Aspekt, in welchem Kontext eine Sprache erlernt wurde, eine wichtige Rolle?

Und wie! Das ist ein weiterer Grund, weshalb viele Deutschschweizer sich schwer tun mit Französisch. Für viele ist diese Sprache mit negativen Schulerlebnissen verknüpft. Wenn jemand das Französische nicht mit Landschaften, mit Gesehenem und Gehörtem, verbinden kann, bleibt es tote Materie. Dem zufolge wirkt Französisch wie eine befohlene Sprache. Für etwas Natürliches wie der sprachliche Ausdruck ist dies eben eine hohe Hypothek. „Man hat nie den gleichen Zugang zu einer Fremdsprache wie zu seiner Muttersprache.“

Selbstbewusste Lehrkräfte sind gefragt

Umso wichtiger ist es, dass Lehrkräfte sich ihrer Sprachbiographie bewusst werden. Können sie ihren Erfahrungsschatz in den Unterricht einbringen und dem Kind früh die Möglichkeit geben, sich mit dem neu erworbenen Wortschatz auseinanderzusetzen, miteinander auszutauschen, Beziehungen zu knüpfen, um dann persönliche oder berufliche Projekte umsetzen zu können, die ihnen wichtig sind, dann ist es eher möglich das die französische Sprache als ein lohnendes Miteinander bewirkt.

Wenn Kaderleute Französisch lernen wollen

kommen sie mit klaren Vorstellungen. Sie wollen nicht „zu Hause sein“ in der Sprache und nicht lernen Beziehungen knüpfen, sondern gute Vorträge halten und souverän Sitzungen leiten können.

Im Vordergrund steht die Frage „Was habe ich zu sagen?“.  Während man in der Muttersprache mit vielen Worten von ihr ablenken kann, ist es in einer Fremdsprache unentbehrlich, dass man das Ziel und die Kernaussage klar vor Augen hat. Oft werden sich die Lernenden durch die Auseinandersetzung mit der Fremdsprache bewusster, was sie eigentlich sagen wollen. Darüber hinaus verhilft einem das Erlernen einer Fremdsprache zu einem tieferen Verständnis der Muttersprache und des eigenen Sprachgebrauchs.

Persönliche Entwicklung

Nur wer die Sprache nicht auf Wortschatz und Grammatik allein reduziert, sondern sie darüber hinaus als Ausdruck der Kultur, der Traditionen und Gewohnheiten einer Bevölkerung versteht, wird befähigt in einen echten Austausch mit den Menschen zu treten. Deshalb ist es wichtig, aus welchem Bewusstsein heraus ein Gespräch geführt wird. Dessen Charakter wird nicht allein dadurch bestimmt, am richtigen Ort das Richtige zu sagen.

Der Inhalt eines Meinungsaustausches – was ein Gespräch idealerweise sein sollte – wird in der persönlichen Begegnung und Auseinandersetzung mit seinem Gegenüber aus der Situation heraus bestimmt. Wir alle wissen, dass eine Gesprächssituation davon abhängt, wie etwas gesagt wird. Um den geeigneten Ausdruck der Sprache zu treffen, genügt es deshalb nicht, fremde Vokabeln auswendig zu lernen. Vielmehr sollte man bemüht sein, sich in die neue Sprache hineinzudenken und zu fühlen. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft, die alte und bequeme Art des Sprechens in der Muttersprache  aufzugeben. Dies ist nicht einfach und verlangt viel Zeit und Geduld. Wer sich eine neue Sprache erfolgreich aneignen will, wird sein Verhalten zwangsläufig ändern müssen, legt gleichzeitig aber den Grundstein dafür, sich selber weiter zu entwickeln.

Ganzheitliche Kommunikationsmethode: Französisch lernen, wie wenn Sie zweisprachig aufwachsen würden.

Die Französischkurse werden Im Institut de Langue Française et d’Expression in der Zielsprache (Französisch Immersion) durchgeführt. Bei Bedarf können Wörter oder kurze Erklärungen auf Deutsch (Code-Switching) genutzt werden. Der Sprachwechsel findet in einem begrenzten Rahmen statt und unterstützt die Argumentation beim Transfer der Aussage auf Französisch.
Dieses Training fördert damit die Genauigkeit der Aussage in beiden Sprachen sowie Ihr Gedächtnis und Ihre Konzentrationsfähigkeit.

Sprache und menschliche Beziehung in einem

Die Sprachcoachings können zu hochprofessionellen Projekten sowie auch zu neuen Lernkonzepten führen, wie z. B. das Fach Französisch in Privatkursen vertiefen. Die Coachings eignen sich besonders für den medizinischen Bereich, für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient, Mitarbeitergespräche, Gespräche zwischen Lehrer und Schüler sowie internationale, politische oder wirtschaftliche Gespräche.

Aussergewöhnlich, natürlich und professionell
Die Balance zwischen Zweisprachigkeit, intensiver inhaltlicher Arbeit und selbst organisiertem Lernen, personen- und kommunikationsorientierter Sprachbildung, macht das Institut de Langue Française et d‘Expression seit über 25 Jahren zu der bedeutendsten und modernsten Privatschule in der Schweiz.

 

 

 

Entre gens cultivés

Les bonnes manières, je les ai apprises par cœur. Elles m’ont accompagnée dans mon enfance, ma jeunesse, ma vie d’adulte: à table, manger sans laisser tomber la tête dans l’assiette, ne pas couper la salade avec le couteau, ne pas poser les coudes sur la table, ne pas terminer l’assiette en passant le pain comme une éponge dans la sauce, même si c’est excellent. J’ai aussi appris qu’il fallait nettoyer la bouche avec la serviette avant de porter le verre à la bouche. Qu’ai-je appris encore? Que lorsque je faisais une erreur, je devais me faire excuser, qu’il ne fallait pas interrompre un dialogue, être serviable, que savoir écouter était une qualité, voire une compétence, que de se laver les dents après les repas, porter des habits propres, apporter une fleur ou un autre présent à une personne malade, dire merci, étaient des signes du respect de soi favorisant le respect des autres.

À l’adolescence, en observant les adultes, j’ai vite déchanté. Les bonnes leçons, je les avais appliquées à la lettre sans que la plupart de mes « maîtres » mettent en place leur théorie. Je ne me considérais pas pour autant soumise ou dépendante des autres. Plus tard, dans le monde des « grands », universitaires ou managers, simples employés ou sans emploi, j’ai côtoyé, mais pas seulement, un univers composé d’adultes arbitraires et sans éducation. Curieusement, ils étaient socialement intégrés, jouaient un rôle maîtrisé dans un système flou. Croyant être capable de comprendre l’essentiel et de résister aux scènes les plus brutales et les plus burlesques, j’ai passé plus d’un tiers de ma vie à tenter l’impossible: comprendre l’ignorance, la mienne et celle des autres, comprendre les vérités, apprendre à me connaître en vue de réaliser mon potentiel créatif.

Les personnes fines et généreuses, au-delà des divergences culturelles et de leurs traditions, m’ont enseigné les rouages de la vie quotidienne, transmis leurs savoirs, partagé leur savoir-faire et savoir être sans arrière-pensée, sans idéologie. Encore aujourd’hui, elles parlent de leurs échecs et de ce qui les fait grandir. La confiance et la conviction étant la base de la relation, ces valeurs sont devenues une évidence sans qu’il faille s’efforcer à être positif ou efficace.

Qu’ils soient collègues de travail, membres de la famille ou amis, les gens bienveillants s’apppuient sur leur expérience personnelle. Ils vous téléphonent la nuit pour vous partager une idée ou un concept, vous offrent une promenade en vélo, voiture ou autocar et connaissent la colline de vos rêves, évitent de consulter la montre ou le portable en votre compagnie, répondent à vos questions de manière individuelle, entrent dignement en contact avec vous, maîtrisent la distance et la proximité, sans craindre l’après d’une interaction chaleureuse, ne se grattant pas le cuir chevelu ou passant des nuits blanches à réfléchir à la distinction entre rencontre personnelle ou professionnelle. Jamais, une personne cultivée vous rappellera qu’elle a déjà été là pour vous et que son temps est limité. Dans ce contexte, la transgression n’existe pas. Elle est un mouvement perpétuel de construction et de développement dans lequel le langage représente un tissu relationnel.

Lorsque dans un cercle ou un établissement, au milieu de beaux parleurs, quels que soient leur statut et leur provenance, lorsque ni le dialogue, ni l’âme et la parole ne trouvent leur place, où le silence – ou le bruit – devient à lui seul ordinaire, je me sens soulagée en disant à haute voix :

« C’est le bordel ». Une manière personnelle de redonner un peu de lumière, de me laisser guider par elle. Une familiarité facile pour ne pas me laisser tenter par la face obscure de la force qui gouverne notre monde. Car, entre gens cultivés, nous comprenons le langage des êtres vivants: il ouvre des portes sur de nouveaux horizons.

Ce privilège, je dirais même cet art de vivre, je le souhaite à chacun et à chacune d’entre vous pour l’Année 2018 !