ANTOINETTE VONLANTHEN
Institut de Langue Française et d'Expression ILFE • Bützbergstrasse 33 • 4900 Langenthal • Tel. +41 62 922 23 22
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Kategorie: Institut de Langue Française et d’Expression ILFE

Sprachverständnis mit Nachsicht, Handlungsfähigkeit und Kooperationsprinzip verbinden

In schwierigen Zeiten ist in der Familie und im Freundeskreis, in der Schule und während der Weiterbildung oder des Studiums sowie in Unternehmen, das faire Handeln eine seltene Kompetenz. Anstelle ganzheitliches partizipatives Denken herrscht eine Atmosphäre der Dominanz, der Besserwisserei und der Verachtung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen, die sich schlecht ausdrücken, vor ihren Problemen davonlaufen und trotzdem das Bedürfnis haben, Raum zu besetzen. Die Lebendigkeit ist in ihnen verschüttet, die Sprache ist lediglich ein einseitiges Informationsinstrument mit Frage und Antwort, ohne Zwischenstufen der menschlichen Interaktion.

Je nach Veränderungen in der Gesellschaft, Epidemien, Umweltkatastrophe sowie weitere Veränderungen wird plötzlich eine Kehrtwende notwendig: anklagen, sich verändern, Machtverhältnisse zum eigenen Vorteil nutzen oder schweigen und den Dingen ihren Lauf lassen oder Lösungen finden. Sprach- und/oder Sprechbarrieren rücken plötzlich in den Mittelpunkt. Menschen, die nur eine Sprache sprechen, beurteilen andere, die mehrsprachig sind und idealisieren diese oder werten sie ab: Sie können keine Sprache korrekt sprechen. Eine Sprache beinhaltet nicht nur Wortschatz und Grammatik, sondern eine kulturelle unterschiedliche Absicht. Individuelles Denken mag bei Fachleuten oder Meinungsbildern von wissenschaftlichen Hintergründe geprägt sein, was nicht heisst, sie sei allgemeingültig ist. Gespräche führen und Dialoge pflegen fordern eine innere Haltung, die viel Empathie und Zurückhaltung abverlangen. Leider, wie schwieriger sie sind, anstatt die Quelle zu analysieren, sind Etiketten, Kategorien und Barriere aufgestellt, damit «man» sich schützen/abgrenzen, respektive fein daraus fliehen kann.

Ich gebe Ihnen einige Beispiele: Meine Muttersprache ist Französisch. Ich spreche und verstehe gut Deutsch. Dennoch verstehe ich gewisse Wörter in «Baseldytsch und Zürichdütsch» oder in weiteren Dialekten, nicht. Wenn ich die Person auffordere, ob sie wiederholen kann, was sie gesagt hat, um Wörter im Kontext zu verstehen, habe ich mehrere Male folgendes Verhalten erlebt:

Der Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin

  • zeigt Ungeduld und schaut auf die Uhr,
  • vermittelt das Gefühl, ich sei eine schwierige Person,
  • behauptet ungeniert: «Natürlich verstehen Sie, Sie sprechen perfekt Deutsch»,
  • geht davon aus, ich könne Englisch.

Nur wenige zeigen Verständnis und sind in der Lage das Wort oder den ganzen Satz in der französischen Sprache zu übersetzen oder zumindest im Kontext anders definieren. Sei es in Deutsch oder Französisch.

Es ist kaum zu glauben und doch wahr. Wie ist es dann möglich in diesem Rahmen zu argumentieren, wenn der andere besser als ich weiss, welches Wort ich zu verstehen habe?

Derart Verhalten verursacht Hemmungen, Wut und Unsicherheit. Das ist der Grund, weshalb viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Lust verlieren, ihre Muttersprache, Französisch oder eine andere Sprache zu lernen oder überhaupt sich auszudrücken, geschweige denn sich eine Meinung zu bilden. Erwachsene, die ähnliche Erfahrungen in der Kindheit erlebt haben, setzen dann andere unter Druck, um sich zu entlasten: Englisch sei sowieso die globale Sprache und Französisch sei eine unmögliche Sprache zum Lernen. Auch in der Muttersprache eignen wir uns bestimmte Denkmuster an, die wir subtil auf andere Sprache projizieren. Sie beeinflussen unser Leben auf überraschende Weise. Erst wenn wir diese wahrnehmen und verstehen, sind wir in der Lage, uns nicht einschüchtern zu lassen und eine echte Kommunikationsstärke daraus zu machen. Im folgenden Beispiel zeige ich den Mechanismus, den ich in meiner Laufbahn als Französischlehrerin und Erwachsenenbildnerin am häufigsten beobachte. Es gilt für alle Berufskategorien:

Ein junger Mann wird von einer strengen Mutter erzogen, der Vater passt sich seiner Ehefrau an und befürchtet ihre Wutanfälle. Der Sohn kann es den beiden nie recht machen. Er ist intelligent, wird jedoch andauern erniedrigt. In der Schule lernt er Französisch. Die Lehrerin in der Sekundarschule nimmt sich wenig Zeit, um die Kommunikation in der Klasse zu fördern, die Grammatikregeln einfach und spannend zu vermitteln. Sie zeigt wenig Empathie und scheint Französisch nicht gerade zu mögen. In dieser Konstellation kann der junge Mann kein gutes Selbstwertgefühl aufbauen. Später studiert er Medizin in Kalifornien, wo er Englisch zugleich verbessert. Als er 40-jährig in die Schweiz zurückkommt, befürchtet er Personen, die Französisch sprechen, da sie ihn an seiner Jugend erinnern. Er übt die gleiche strenge, wie seine Mutter und seine Lehrerin in der Schule. Er duldet keine transversalen Fragen, die ihm Patienten stellen und führt einseitige Dialoge, übt Machtspiele, wo er kann. Obwohl er fachlich sehr kompetent ist, boykottiert er seine eigene Leistung. Patienten und MitarbeiterInnen befürchten ihn, wie er seine Mutter und Lehrerin befürchtet hat. Sein strenges Verhalten hat er auf allen Gebieten verbreitet. Erst in der psychoanalytischen Auseinandersetzung wird ihm bewusst, wie er sich arrangiert und damit sein eigenes Denksystem aufgebaut hat. Es fällt ihm schwer zu glauben, dass er die Zusammenhänge lange Zeit selbst nicht herstellen konnte. Er merkte nur, dass er schnell von Emotionen überwältigt war, sich schlecht fühlte und oberflächliche Beziehungen lebte. Mit der Zeit konnte er seine Patienten auf Augenhöhe begegnen. Er lernte spontan Französisch und wurde immer mehr für seine Empathie gelobt.

Ein weiteres Beispiel:  Ein Patient – weder depressiv noch Hypochonder – sagt in der ärztlichen Konsultation: «Hier tut’s weh» und zeigt der Ort. Der Arzt oder die Ärztin antwortet: Das ist unmöglich, dass Sie Schmerzen spüren.

Genauso ist es mit dem Sprachverständnis.

Es tönt irreal und doch passieren tagtäglich derart Machtdemonstrationen in Dialogen. Viele schweigen darüber, aus Angst erniedrigt oder ausgelacht zu werden und verlieren die Lust, sich mitzuteilen.  Verletzlichkeit, Ohnmacht und Unterwerfung – das Ausgeliefertsein an andere – werden zu den chronischen Krankheiten von morgen.

Neue Wege finden

Im Bildungsbereich ist der personenzentrierte und humanistische Ansatz von Carl G. Jung in Verbindung mit Sprachausbildung und Lernen ein spannender praktischer Weg. Ist in der digitalen Wirklichkeit Kreativität und Veränderung eine Selbstverständlichkeit, liegt es auf der Hand, dass sprachlich und humanistisch sowie relational eine enorme Lücke besteht.

Selbstkritik üben und mehrdimensional denken

Es gilt, mit den Fähigkeiten und den Ressourcen des Menschen zu arbeiten und nicht in den komplexen, unbeantwortbaren Fragestellungen, wie Menschen miteinander leben zu verharren. So oder so ist jedem seine Nationalität, in seiner Haltung, in seiner Sprache inhärent. Es liegt an jedem einzelnen von uns, den Kommunikationskodex zu entschlüsseln. Wir werden merken, dass wir Europäer im Denken und Handeln gar nicht so weit von der fremden Person entfernt sind, wenn es darum geht, unseren täglichen Unterhalt zu verdienen. Anders ist es, wenn es darum geht, den Fremden nur für den eigenen Nutzen zu missbrauchen. Das Interesse an diesem vernetzten Denken wird zeigen, ob wir in Europa fähig sind, «partizipativ» zu handeln. Es geht darum, neue Hürden des Einander-Verstehens zu überwinden.

Apprendre le français en toute décontraction ? Une réussite communicative pour les pragmatiques !

Comme pour l’acquisition de la (des) langue(s) maternelle(s), le développement de nouvelles compétences langagières est lié au vocabulaire et à l’action. Ce processus d’apprentissage suscite inévitablement la curiosité de déchiffrer son propre comportement langagier, élément essentiel qui nous relie à travers les cultures :

  • s’exprimer de manière intelligible,
  • porter des jugements,
  • être compris par autrui et pouvoir comprendre les autres.

Jeter un regard neuf sur la langue à apprendre incite à

  • surmonter les peurs,
  • approfondir les connaissances générales,
  • renforcer l’estime de soi,
  • construire des relations humaines.

Former sa propre expression verbale

Certains parlent d’une « soif d’apprendre », d’autres du « désir de mieux comprendre leur rapport avec le monde et les situations ». D’autres encore comparent la soif de connaissance à la prière, au charisme ou à la démarche psychanalytique. Admettre ne pas tout maîtriser et réaliser que, dans certaines circonstances, l’imprévu nous dépasse, sont de puissants facteurs d’apprentissage. Se cultiver naît du doute, de la volonté de vouloir savoir, car si nous sommes sûrs de nous, nous n’apprenons rien. Cependant, le doute provoque un sentiment désagréable, raison pour laquelle de nombreux adultes abandonnent leur formation en cours de route.

L’apprentissage d’une seconde langue crée d’une part des tensions entre espoir, sentiments de plaisir, de volonté et de peur, ruses de l’inconscient (manque de temps !) et rejet d’autre part.

1. Chaque type d’apprentissage implique des défis psychologiques différents :

a) Informer

Informer les personnes de son environnement ou dans l’entreprise sur la formation linguistique, sur l’introduction d’un nouveau style de communication ou de gestion, prépare à un changement de paradigme.

b) Initier de nouvelles manières de penser et de faire

La maîtrise du français permet de mettre en œuvre plus facilement de nouvelles pratiques dans d’autres domaines en vue d’atteindre un objectif ou d’exercer une nouvelle activité.

c) Identifier les approches processus

L’échange de connaissances et d’expériences facilite les relations, en particulier à travers

  • la compréhension des mécanismes de communication de genre,
  • la confrontation à des perspectives différentes,
  • la capacité de réinterpréter des situations et de formaliser de nouveaux faits.

Il ne s’agit plus seulement de faire quelque chose ou de vérifier la qualité, mais d’analyser les processus, quelle que soit la complexité de la situation.

d) Viser le progrès avec résilience

Les approches processus permettent d’initier de façon méthodique un projet ou une activité pour détecter les points faibles, initier et suivre des actions d’amélioration. Refléter les processus et se poser des questions est une condition nécessaire à toute démarche de progrès. Cette capacité évite les explications inutiles, facilite la résolution des conflits et permet de mettre en œuvre des objectifs avec plus de grâce. Le progrès concerne chaque personne jusqu’au plus profond de son existence, raison pour laquelle une information facile à comprendre est indispensable.

2. Acquérir des connaissances linguistiques avec du bon sens

Vivre des relations sociales, y compris professionnelles, demande ouverture, humilité et capacité de vivre des liens affectifs. Fini le temps où les émotions relevaient de la sphère privée. En revanche, répondre aux injonctions de l’entreprise – soucieuse de disposer de compétences spécifiques en rapport à la concurrence internationale – suscite des états d’esprit différents. Ils représentent une source de vulnérabilité qui pousse le personnel à vivre une guerre par procuration. Pour y contrer, il est relativement facile de poser un cadre dans lequel la personne pourra tendre vers une image de soi enrichissante. Elle accentuera l’envie de partager un projet commun et évitera les rapports de force dans les relations interpersonnelles.

Afin de répondre aux attentes de la clientèle et des entreprises, l’Institut complète l’enseignement du français avec une approche interculturelle. Les éléments anthropologiques visent à mieux comprendre la nature et le mode de vie des individus et aussi comment les mécanismes sociaux et leurs conséquences fonctionnent à travers le langage. Ces compétences sont étroitement liées à l’identité individuelle et à celle de l’entreprise.

3. S’inspirer de la connaissance et de l’expérience

La formation à l’Institut de Langue Française et d’Expression privé (ILFE) soutient l’autonomie de l’apprenant afin qu’il puisse adopter des attitudes, des réactions et des actions plus favorables. Celles-ci facilitent l’amélioration des performances, notamment professionnelles, permettent de s’appuyer sur le présent pour se projeter dans l’avenir. Les prérequis indispensables pour intégrer une nouvelle forme de communication sont : définition, compréhension et acceptation d’objectifs pertinents, volonté de réussir de tous les acteurs, préparation d’une analyse des besoins, qualité d’écoute et de communication bienveillante, et enfin assurer un climat de confiance et de confidentialité absolue.

4. Se reconnaître au plus profond de soi-même dans une deuxième langue

Connaître différents systèmes de communication dans lesquels nous vivons, permet d’une part de se pencher avec un nouveau regard sur la performance de la formation linguistique, modèle dual qui fait gagner du temps et de l’argent. D’autre part, il importe d’apprendre la langue française de manière holistique en étant le plus proche possible des situations de travail réelles, de lier connaissances linguistiques et professionnelles. La formation en alternance, c’est-à-dire le passage de la formation linguistique à la formation professionnelle ou à la gestion d’entreprise est un modèle d’avenir. Non seulement en raison de l’acquisition différenciée du vocabulaire, de la maîtrise du français oral ou écrit ou de la maîtrise de la grammaire, mais parce que les clients sont constamment au milieu de l’action (processus d’identification).

5. La politesse, l’amabilité, l’empathie et l’émotion rendent plus libres

Ne pas s’endormir avec des clichés d’apprentissage, mais jouer avec eux, telle est la devise ! Une variété d’outils permet de sortir de la pensée linéaire, d’équilibrer les rapports de force et ainsi d’éviter les conflits au travail.

L’Institut enseigne le français de manière traditionnelle et soutient un mode de communication charismatique. La professeure de langue a mis à point une pédagogie expérientielle dans laquelle les apprenants/clients appliquent leurs connaissances du français et les modules d’apprentissage en fonction de leurs contextes de vie. Cet enseignement va au-delà des implications linguistiques : observer, comparer, formuler des hypothèses, les vérifier ou non.

Ces caractéristiques équilibrent le contenu de l’expression verbale jusqu’à ce qu’elles correspondent aux aspirations personnelles des clients. Des retours mutuels complètent également un réajustement du programme de cours.

30.7.2021 Antoinette Vonlanthen©

Französisch für gute Unternehmensführung

Französisch ist aus vielen Gründen unbeliebt und doch auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Nach 30 Jahren Erfahrung und Forschung im Unterrichten der französischen Sprache möchte ich mich zu einem Thema äussern, das mir am Herzen liegt: Warum wird Französisch so gehasst und welche Lösungen gibt es hierzu?

Ein Französisch, mit der Frage nach Identität und Zusammenleben

Das Neugeborene hängt von der Anwesenheit der Mutter ab und hat eine starke emotionale Bindung zu ihr. Das Kind erkennt Menschen am Klang der Stimmen. Eine warme und fürsorgliche Umgebung vermittelt ihm Sicherheit. «Diese Anerkennung erfährt das Kind in der Begegnung mit dem Erwachsenen durch dessen — wahre Worte — », sagte Françoise Dolto, französische Kinderärztin und Psychoanalytikerin (6.11.1908 – 25.8.1988). Wer trägt die Verantwortung für diesen Transfer beim Französischlernen und wer begleitet den Lernprozess im Zusammenhang mit der deutschen Sprache (Muttersprache)?

Diffuse sprachliche Realität

Später, beim Schuleintritt gelten neue Kommunikationscodes, die das Sprachverhalten beeinflussen. Jeder Schritt ausserhalb des familiären Sprachsystems bedeutet, auf irgendeine Weise eine neue Sprache zu lernen. In der Deutschschweiz lernen die meisten Schülerinnen und Schüler zwei Sprachen: Schweizerdeutsch als Umgangssprache und in der Schule Schriftdeutsch als Wissenssprache. Dem Kind fällt es schwer, sich mit einer Sprache zu identifizieren, die es in seinem Alltag nicht braucht. Das Auswendiglernen einer Sprache, ohne dass es mit Taten, Erfahrungen und menschlichen Beziehungen – Emotionen – verbunden ist, kommt einem Missbrauch gleich. Beim Französischlernen wiederholt sich die Erfahrung des nicht integrierten Hochdeutsch. Dies hat eine emotionale Dissonanz zur Folge, hindert Lernprozesse und verursacht oft irreversible Blockaden bis ins Erwachsenenalter.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch ältere Leute reagieren völlig normal, wenn ihnen die Motivation fehlt, Französisch zu sprechen. Ich erinnere mich an Frauen, die im «Welschlandjahr» Französisch lernten oder an Männer, die den Militärdienst in der Romandie verbrachten. Alle hatten schöne Erinnerungen und konnten gut «parler français». Es gilt also, Französisch und Praxis so früh wie möglich miteinander zu verbinden!

Soziale Herkunft, interkulturelle Wahrnehmung

Der soziale Umgang in der eigenen Familie, im Freundeskreis und in der Schule hinterlässt bleibende Spuren. Lebt jemand in Armut, gibt es Autoritätsprobleme, Gewalt oder Drogen? Wie sieht die Familienstruktur aus? Wie gehen Frauen und Männer miteinander um? Wird das Kind in seiner Spontaneität gefördert? All diese Faktoren beeinflussen das Sprachverhalten. Der Gebrauch jeder Sprache wirft einen auf existenzielle Fragen zurück: Werde ich verstanden? Kommt das, was ich sage, an?

Die Sprache ist eng an die Identität der Person geknüpft. Dementsprechend ist der Sprachgebrauch untrennbar mit existenziellen Ängsten verbunden, vor allem mit der Angst, abgelehnt zu werden. Wer sich in seiner Haut nicht wohlfühlt, wird es auch kaum in (s)einer Sprache tun.

Fast 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Zahlreiche Berufstätige üben Berufe in einem anderssprachigen Kanton aus. Viele sprechen Englisch als Kommunikationssprache, ohne die Sprache wirklich zu beherrschen.

Lernkontext                           

Ein weiterer Grund, weshalb sich viele Deutschschweizer mit Französisch schwertun: Die Sprache wird mit negativen Schulerlebnissen in Verbindung gebracht: Der Lehrer war ungeduldig, konnte schlecht Französisch, korrigierte wichtige Fehler nicht, die die Schüler machten. Kann jemand Französisch nicht mit positiven Bildern oder Erfahrungen assoziieren, bleibt die Sprache eine tote Materie. Für etwas Natürliches wie den sprachlichen Ausdruck ist dies eine hohe Hypothek. Hat ein Kind Mühe, dann hilft nur die Professionalität und das Engagement der Lehrperson und der Eltern.

«Eine neue Sprache zu lernen ist manchmal auch ein schmerzhafter Prozess. Die neue Sprache verlangt nicht selten, die alte und bequeme Art des Sprechens in der Muttersprache aufzugeben. Es kann sehr ungemütlich sein, sich zu öffnen, seine Ideen unter das Mikroskop der Gruppe zu legen und anderen Menschen wirklich gegenüberzustehen. Immerhin, dem Schmerz des Ausbrechens aus Altem und Bequemen folgt gewöhnlich Entdeckerfreude und das Vergnügen des Verstehens, wenn wir neuen Ideen oder unserem eigenen, sich veränderndem Selbst begegnen. Der Lernprozess ist intellektuell und emotional bedingt. Die Menschen sind nicht nur denkende, sondern auch fühlende Wesen; und wenn ihr Denken und Fühlen harmonisieren, wird ihre Sprache am intensivsten. Um in einer Gruppe optimale Bedingungen für das Lerngeschehen zu schaffen, müssen die menschlichen Belange Vorrang vor dem Zweck haben.» Artikel erschienen in SPECIAL W E I T E R B I L D U N G, Antoinette Vonlanthen, Handelszeitung Zürich, 21. März 1996.

Französisch, die Sprache der Zusammenarbeit und der Beziehung

Jede Lehrperson, die sich für seine Sprachbiografie interessiert, ermöglicht es dem Kind, sich mit dem neu erworbenen Wortschatz auseinanderzusetzen und seine Ideen mit anderen auszutauschen. Nur unter dieser Bedingung ist es möglich, Beziehungen aufzubauen und persönliche oder spätere berufliche Projekte umzusetzen.

Pragmatischer Schritt hin zu einer stärker zusammenhaltenden Welt

Erwachsene haben normalerweise eine klare Vorstellung davon, was sie erreichen wollen, aber wie sie dorthin gelangen, bleibt oft unklar. Wenn sie Französisch lernen, wissen nur sehr wenige, was es bedeutet, «in ihrer eigenen Sprache zu Hause» zu sein. In einer Welt, in der Rentabilität an erster Stelle steht, ist Sprache zu einem Konsumgut geworden. Jeder ist davon überzeugt, über starke soziale Fähigkeiten zu verfügen, wenn es aber darum geht, Beziehungen aufzubauen und gute Dialoge in einer anderen Sprache zu führen, Projekte zu entwerfen, entstehen Schwierigkeiten: «Was möchte ich vermitteln?» Während der Wortschatz in der Muttersprache breit gefächert ist, ist es in einer zweiten Sprache wichtig, die klare Absicht einer Botschaft im Auge zu behalten. Das Erlernen einer Sprache fördert die Bedeutung des Wortschatzes in der Muttersprache und dessen Verwendung in der Praxis.

Persönliche Entwicklung

Der Inhalt eines Meinungsaustausches – was ein Gespräch idealerweise sein sollte – wird in der persönlichen Begegnung und Auseinandersetzung mit seinem Gegenüber aus der Situation heraus bestimmt. Wir alle wissen, dass eine Gesprächssituation davon abhängt, wie etwas gesagt wird. Um den geeigneten Ausdruck der Sprache zu finden, genügt es deshalb nicht, fremde Vokabeln auswendig zu lernen. Vielmehr sollte man bemüht sein, sich in die neue Sprache hineinzudenken und sie zu fühlen. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft, die alte und bequeme Art des Sprechens in der Muttersprache aufzugeben. Dies ist nicht einfach und verlangt viel Zeit und Geduld. Wer sich eine neue Sprache erfolgreich aneignen will, ändert sein Verhalten zwangsläufig, legt aber gleichzeitig den Grundstein dafür, sich weiterzuentwickeln.

Zweisprachige, personen-, prozess- und zielorientierte Französischkurse

Die Französischkurse werden im Institut de Langue Française et d’Expression in der Zielsprache (Französisch Immersion) durchgeführt. Bei Bedarf können Wörter oder kurze Erklärungen auf Deutsch (Code-Switching) verwendet werden. Der Sprachwechsel findet in einem begrenzten Rahmen statt und unterstützt die Argumentation beim Transfer der Aussage ins Französische. Dieses Training fördert somit die Genauigkeit der Aussage in beiden Sprachen sowie das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit.

Der Basisaufbau wird sehr früh mit interaktiven Formulierungsprozessen, Hörübungen, Schreiben, Lesen, Textanalyse, mit Literatur oder mit realen, berufs- und unternehmensspezifischen Themen (Soziale Rhetorik/Gesprächsführung, mit Allgemein- und Fachwissen, Informationen sowie mit Selbsterfahrung) verknüpft.

Organisationales Lernen (OL)

Organisationales Lernen bedeutet, dass Französisch in der Organisation (im Unternehmen) auf einer höheren Kommunikationsebene stattfinden kann. Kommunikationsstrukturen und kreative Lösungen von innerorganisationalen Problemen werden gemeinsam diskutiert. Dies stärkt die interpersonellen Beziehungen und ist dem unbürokratischen Vorantreiben von Entscheidungsprozessen dienlich. Organisationales Lernen setzt Führungsstärke, Interesse, Engagement und Empathie voraus.

Der personenzentrierte Französischunterricht und die private Erwachsenenbildung in Langenthal BE eignen sich für folgendes Zielpublikum:

  • Kommunikationsverantwortliche im Gesundheitsbereich und in der medizinischen Pflege
  • Führungs- und Fachpersonen
  • Personen, die in einem beratenden oder helfenden Beruf tätig sind
  • Französischlehrer und Französischlehrerinnen
  • Sprachlehrpersonen nicht französischer Muttersprache
  • Interessierte, die die Gesprächskompetenz verbessern und reflektieren möchten

Ziel der Französischkurse:

  • Berufs- und Kommunikationskompetenz
  • Berufsveränderung
  • Unternehmensführung
  • Interkulturalität
  • Lehrerfortbildung
  • Gesprächsführung, Beratung und Beziehung
  • Organisationales Lernen

Ein Französisch mit einer heiteren Zukunft

Das private Institut de Langue Française et d’Expression (ILFE) in Langenthal (Schweiz) lehrt seit 30 Jahren Erwachsenen aus der Schweiz und dem Ausland die französische Sprache. Mithilfe von Fachpersonen hat die Inhaberin während Jahren autodidaktisch geforscht sowie ein Kommunikations- und selbstorganisiertes Lernmodell entworfen, das den Kundenbedürfnissen entspricht und mit den Herausforderungen des Arbeitsmarktes zu vereinbaren ist. Das Lernmodell nutzt die deutsche Sprache, die Zweisprachigkeit Französisch-Deutsch oder nur die Zielsprache Französisch und erleichtert so den sprachlichen Umgang im multikulturellen oder frankofonen beruflichen Kontext.

Der personenzentrierte Ansatz ergänzt methodische Aspekte der Angewandten Linguistik. Die gelehrten Ressourcen fördern die Meinungsfreiheit, den sozialen Diskurs, die Kreativität und die Innovation. Die methodische Besonderheit berücksichtigt Psycholinguistik wie Kommunikation zwischen Männern und Frauen, aufdringliche Kommunikation, Widerstandsmechanismen sowie Konstruktivität und Philosophie.

Das private Institut unterstützt berufliche Qualifikationen sowie zwischenmenschliche Fähigkeiten und übernimmt eine beratende Funktion. Der Französischunterricht verfolgt keine politischen Ziele. Er eignet sich für Personen, die die individuelle und kollektive Identität, die Modernität und die Tradition sowie das Privat- und Berufsleben verbinden möchten.

Für weitere Informationen zur Methode
iPhone 079 671 37 14

Avoir un idéal est une vertu

Comme à travers mille clins d’œil, les mots expriment l’entente ou la mésentente, le consentement ou le refus, l’intérêt ou le désintérêt, la sincérité ou la duperie, l’envie ou le dégoût. Chacun de nous porte un regard différent et nuancé sur son vocabulaire, persuadé de sa propre vérité. Les malentendus ainsi provoqués nous mettent en face de notre ignorance. Les causes objectives des bien-pensants ne sont que tyrannie dans un monde agité. Elles répandent la confusion, donnent matière à l’interprétation ou à la confrontation. Raisonner sur des faits sans les avoir expérimentés soi-même, chercher à convaincre sans être capable de faire don de soi ; distraire ou instruire un public sans connaître la force et la fragilité de l’autre, montrer sa supériorité est tendance à chaque époque.

L’homme moyen se considère comme le centre du monde, ignorant que la pensée est limitée. Il nie son histoire,  perçoit les jeunes comme naïfs, les personnes fragiles comme inutiles et la fin de vie comme un échec. Il se tourne vers les hautes écoles de management, mais il oublie de dire merci au voisin qui a empêché son chien de s’évader dans le parc.

Dans les entreprises, la douceur de l’interaction verbale pourrait être une qualité personnelle. Elle faciliterait les relations hiérarchiques, permettrait de mieux intégrer des personnes dans un groupe, motiver une équipe, conduire des entretiens et s’épanouir. Toutefois, les compétences cognitives sont encore trop perçues comme des valeurs propres à la vie privée, aux domaines psychologiques ou psychothérapeutiques.

Quel avenir ?
La conscience collective est en train d’éclore après que l’individu a saccagé la nature et sa propre humanité jusqu’à son extinction. Je veux bien croire que les dinosaures aient été tués par un astéroïde il y a 65 millions d’années, mais

  • que des milliers d’espèces aient disparu en quelques années,
  • que les sols et la nourriture soient contaminés par les pesticides,
  • que des centaines de personnes se suicident en Suisse,
  • qu’une femme meure tous les quinze jours à cause de la violence d’un homme,
  • que les gens choisissent une organisation pour fixer la date de leur décès parce qu’ils ne veulent pas déranger,
  • qu’un nombre toujours plus grand de réfugiés restent bloqués aux frontières dans des tentes quasi inhabitables,
  • que le nom des plus riches du monde soit publié,
  • que de nombreux adultes ne soient pas en mesure de comprendre ou de parler une seconde langue nationale bien qu’elle ait été enseignée par des professionnels à l’école pendant plusieurs années,
  • que des travailleurs de 50 ans craignent de perdre leur emploi en raison de leur âge,

démontrent une réalité insupportable.

Voir les choses de manière constructive, c’est découvrir ensemble

  • de quoi nous avons besoin pour (se faire) vraiment comprendre,
  • comment procéder pour être écouté,
  • … se fier à son expérience et y trouver une source d’inspiration,
  • … choisir des mots qui donnent du sens,
  • … poser les bonnes questions et trouver des réponses,
  • … découvrir la créativité sur la base du rien,
  • … donner envie de relever un défi,
  • … donner espoir sans revenir aux mesures autoritaires d’autrefois,
  • … mieux partager les bénéfices de la qualité et des résultats,
  • … apprendre à poser des limites.

Les personnes curieuses et intuitives sont souvent considérées comme peu objectives, ignorant les faits nommés communément « la réalité ». Les gens objectifs visent des critères précis, sans se soucier des conditions de travail lamentables dans lesquelles les hommes et les femmes sont forcés de sélectionner des faits, de fournir une preuve après l’autre.

Des termes lourds de significations et de conséquences
Les mots « qualité », « résultat » et « intelligence artificielle »  résonnent étrangement. La recherche permanente de la qualité dans un système défini par des lobbyistes est certes un objectif nécessaire et noble. Des résultats « objectifs » sont régulièrement publiés dans la presse. Ils ne disent rien ni sur les activités en coulisse, dirigées vers un esprit arbitraire et de compétition, mais ne laissant aucune place à la découverte. Dans le domaine de l’agriculture, des soins, de l’hôtellerie et de la restauration, de l’informatique et des médias, la course à la qualité a des conséquences dramatiques sur les relations interpersonnelles. Chacun doit faire attention à ce qu’il dit et comment il l’exprime. Les gens, immobiles devant les écrans, deviennent insensibles.

Les jeunes montrent le chemin à suivre
Quand j’étais enfant, les adultes disaient : tu verras… un jour, tu comprendras. J’avais l’impression de cerner l’essentiel. Surtout ne pas l’avouer et le proclamer. Les autres le feront à ma place. La liberté appartient à ceux qui, le cœur vague en faisant de la bicyclette, ne revendiquent rien et ne cherchent pas à gagner. Du moins, c’est ce que j’en déduisais. Bien sûr, je me trompais.

Léo Ferré chante « Avec le temps, tout s’en va et on oublie… la tendresse s’en va toute seule… il faut laisser faire et c’est très bien… surtout ne prends pas froid. »

 

L’EXPRESSION PAR LA PAROLE – se réjouir des petites choses

Antoinette Vonlanthen

Depuis mon enfance, je me demande pourquoi les gens donnent le pouvoir à ceux qui dressent des barrières entre les hommes puisque cela crée des malentendus. Je voyais une société plus large, plus profonde, celle qui est révélée par nos angoisses communes, nos désirs, nos secrètes nostalgies, nos confidences, nos joies, nos douleurs, nos déceptions, nos goûts, nos talents, découvertes et idéaux, nous mettant directement en communication avec notre inconscient.

Je rêvais de briser un certain langage social qui n’est rien d’autre que clichés, formules vides et slogans comme ils sont exprimés dans « Les belles images » de Simone de Beauvoir ; de trouver un langage social non conventionnel qui s’oppose au conformisme, à la petite-bourgeoisie, à l’idéologie de toute société perdue et déshumanisée, qui refuse
« un langage qui se congèle dès qu’il est formulé », comme le décrit Anaïs Nin dans Journal 1955-1966.

La parole, les gestes, les mouvements corporels, le sport, la danse par exemple, l’écriture, la peinture, sont des activités essentielles pour l’épanouissement personnel, la santé physique et psychologique. Notre pensée est raccordée à un réseau énergétique qui capte, enregistre et transmet notre ressenti. Tout dans notre vie est « expression ». Nos pensées, nos émotions, nos sensations rayonnent vers l’extérieur.  Taire sa force expressive équivaut à taire sa force de vie, à la mutiler, à l’étouffer, à accepter la rupture avec soi et faire souffrir les autres.

La parole est un mouvement corporel, donc physique. Elle vibre par sa sonorité, par le clignotement du « verbe », elle résonne, fait frissonner, fait réfléchir, elle transporte un message, elle calme, rassure et peut également exacerber la colère. Le verbe, c’est la parole en mouvement. Tendu.e comme un arc, il est possible de se cacher à travers un statut, un raisonnement, une attitude ou un habillement, mais la voix et la parole révèlent les émotions. On ne peut que très mal les réprimer. Refoulées, les émotions provoquent l’agressivité, la colère, la rage, la frustration. Elles s’infiltrent non seulement dans l’espace environnemental, mais subtilement dans la voix.  Aujourd’hui, tout est fait pour que la parole régresse constamment. Bien que les nouvelles techniques de communication électronique soient pratiques, la parole se perd au profit d’un langage abrégé et froid.

Paulo Coelho écrit :
 
Ne jamais sous-estimer
Des gens stupides
Dans des positions de pouvoir
 

Des millions de personnes sont écartées, voir expulsées du monde du travail parce que l’absence énergétique du timbre de la voix ne stimule plus les interactions humaines. La présence des autres nous stimule ou elle nous déprime. Lorsqu’elle nous stimule, elle nous ranime dans notre propre vie. Ensemble, nous créons une vie encore plus vibrante. Maintenant, au printemps 2021, avec la pandémie, les gens sont atteints d’une sorte de « fatigue de fin du monde », pris d’un manque de chaleur comme à l’Âge de glace. Ainsi, rencontrer une personne souriante redonne de l’espoir : une femme, malgré son chemin difficile a réussi à faire le saut dans l’évolution, un homme, pris dans les sursauts professionnels, s’est créé un passage en lien avec sa force, un enfant devenu adulte, a approfondi ses relations avec ses parents et tant d’autres personnes prêtes à offrir leur amitié, la relation profonde étant plus forte que les différences.

Empêcher les êtres humains de flotter dans l’espace ou comment travailler l’expression ?

J’ai le sentiment que l’effort que l’on fait pour vivre, créer, sans stimulants artificiels, fait partie de l’enrichissement. Cela renforce la volonté créatrice, alors que ceux qui sont passifs et qui préfèrent les raccourcis ne seront jamais des créateurs vigoureux. Ils sont comme un écureuil à l’intérieur de la roue, en quête d’une liberté qui n’est pas la liberté. Les mouvements extérieurs de la liberté, c’est-à-dire les déplacements, les séparations, le déracinement, remplacent la parole, une manière de refuser d’assumer la responsabilité humaine. En revanche, régler ses affaires, ses conflits en face-à-face ou au téléphone, échanger avec le boulanger, avec des visiteurs dans les musées, rend heureux, permet de se sentir « en pleine vie ». Pour ne pas se perdre dans les oubliettes, nous pouvons exprimer notre ressenti aux personnes auxquelles nous faisons confiance, sortir de la timidité, philosopher, créer des visions, des projets, organiser des rencontres. Si l’on nous demande comment nous allons, nous pouvons répondre chaque fois de manière
différente : une fois partageant le désespoir, une fois en nous réjouissant de parler de ce qui vient de nous arriver, une autre fois en ne répondant que brièvement à une question. Expérimenter, c’est prendre le risque de déplaire.

Dans l’écriture, le génie en nous rend l’invisible réel, accueille des sons à partir d’un silence éloquent. C’est un don, une offrande, une inconsciente honnêteté.

Les alibis qui donnent à réfléchir
L’authenticité, la créativité, la maîtrise et la discipline, quatre qualités sur lesquelles nous avons à méditer chaque jour afin d’éviter les raisonnements qui entravent notre liberté d’expression :

Alibi 1. « Je n’ai pas le temps ! »
Explication : « Je n’ai pas le temps de me construire. Je suis trop occupé à nourrir mes dépendances et trop occupé pour briser mon schéma de comportement »

Alibi 2 : « Il y a trop de gens qui dépendent de moi, J’ai trop de responsabilités »
Explication : « Être le sauveur apporte de nombreuses gratifications inconscientes. Je suis là pour les autres et je vois le fruit de mes efforts. Ils m’aiment. J’ai de la valeur à leurs yeux, donc j’existe. »

Alibi 3 : « Si je ralentis mon rythme de vie, je ne gagnerai plus assez d’argent et mon niveau de vie va souffrir. »
Explication : « Si ma tendance va plutôt vers la destruction, autant le faire dans le confort. C’est déjà assez pénible comme ça. Alors, s’il faut en plus que ce soit inconfortable… »

Alibi 4 : « Je suis incapable ! C’est au-dessus de mes forces. »
Explication : « Je suis prisonnier et esclave de mes schémas répétitifs et je vois mal comment je pourrais en sortir. Rien ne me réussit. Le confort du quotidien convient mieux à mon malheur. »

Alibi 5 : » Qu’est-ce que les autres vont dire ? ».
Explication : « Si déjà l’entourage m’observe et trouve que je suis quelqu’un de spécial, il est impensable que je commence à me retirer seul, à méditer, à mieux m’alimenter, à devenir plus créatif et autonome. »

Alibi 6 : « L’expression, ce n’est pas pour moi, j’ai déjà essayé, c’est la catastrophe. »
Explication : « M’ouvrir, m’exposer, ça me terrifie. J’aime mieux me retrouver seul (e), quitte à mourir dans mon coin plutôt que d’avoir à confronter le regard des autres. »

Alibi 7 : « Je sais qu’une fois, je pourrais changer si je le veux ».
Explication : Je sais bien que je me raconte des histoires, mais je préfère ça que de faire face à mes difficultés réelles. »

Alibi 8 : « J’ai de la peine à imaginer un changement réel. Je suis malheureux, mais je ne suis pas le seul à rater mon coup. Nous sommes tous logé à la même enseigne. »
Explication : « Être victime a ses avantages. Je n’ose pas revendiquer mon propre pouvoir et mes qualités. »

Alibi 9 : « Ma vie est déjà assez compliquée, j’ai déjà fait des efforts de changement, pourquoi toujours recommencer ? »
Explication : « Ces perpétuelles remises en question me dérangent. Finalement, la vie est comme elle est avec tous ses problèmes. Pourquoi faudrait-il aller jusqu’au bout dans le développement de sa personnalité ? C’est stupide. »

En relisant plusieurs fois ces alibis, il est possible de se convaincre de son originalité. Prendre le temps de regarder à la loupe et la conscience tranquille ces schémas qui mènent à l’autodestruction. Un jour, le personnage de victime devient lassant. L’envie de perdre son temps à flotter disparaît et laisse de l’espace à la connaissance de soi. Une source d’énergie émerge par la parole.

 

Enseignement de la langue française : projet mobilisateur au cœur de la politique sociale

La personnalité de l’individu change au fil du temps et influence tant le vocabulaire utilisé que la manière de dire. C’est pourquoi il est primordial de relier linguistique, développement personnel et formation continue. Considérés dans l’ensemble, ils désignent ce qui existe et ce qui est en voie de se métamorphoser.

La démarche de l’Institut de Langue Française et d’Expression (ILFE) se distingue par un modèle innovateur destiné aux personnes parlant la langue allemande, le Hochdeutsch ou le dialecte suisse alémanique : l’apprentissage bilingue (f/a) vise l’acquisition précise de langue française. La grammaire, la syntaxe, la lecture, le vocabulaire, la phonétique, la conversation et l’écriture restent indispensables et complètent à merveille le domaine expérimental de l’adulte. À travers l’entretien authentique, la personne apprenante choisit d’améliorer le français en fonction de ses intérêts, de ses préoccupations, de son parcours personnel et professionnel.

L’Institut privé ILFE agit selon des critères en lien avec la protection de l’environnement, les changements de perspective dans le monde du travail, y compris home office.

La formation

  1. respecte l’apprentissage classique de la langue française.
  2. soutient l’autonomie de la personne apprenante.
  3. se concentre sur les objectifs de la personne apprenante et tient compte de différentes approches pour les atteindre.
  4. intègre l’art de communiquer en conscience.
  5. prend comme objet d’investigation les thèmes, l’expérience, les acquis, les besoins, les ressources et l’actualité de la personne apprenante (visée identitaire).
  6. met en relation les principes qui régissent entre individus et les compétences professionnelles, économiques et politiques (visée collective).
  7. insère des réflexions provenant du domaine de la créativité, de l’anthropologie, de la littérature, de la psychanalyse et de la philosophie.
  8. veille à proposer une relation de type créatif et non infantilisante
  9. transmet des connaissances de communication opérationnelle en vue de créer un projet, mener entretien ou faire discours.

La nouveauté, une adéquation entre morale et éthique

Recommencer une nouvelle vie, dans le parcours personnel, dans l’entreprise, le management ou le leadership, oblige à abandonner certaines croyances. Soudain, la peur de l’inconnu suscite le doute et la résistance : les anciennes n’étaient pas si mal après tout, elles nous confortaient dans une sorte de torpeur bienveillante. Tant d’alibis permettent de rester dans les vieux schémas ! En revanche, regarder en avant inspire et donne envie d’expérimenter. Lorsque on veut sortir de sa zone de confort, il suffit qu’une personne de notre entourage nous rappelle sa manière de juger pour que nous retombions dans les anciens modèles de pensée. Moment de colère ! Dans une certaine constellation, à une époque passée, quelque chose de connu allait bien. Puis, de nouveaux éléments s’étaient immiscés dans les habitudes et nos valeurs avaient cherché une place dans la nouvelle réalité. Et voilà qu’il faut choisir d’avancer ou reculer !

Avec la pandémie actuelle, les lois de la vie nous infligent la nouveauté à petites doses : l’exercice de nouvelles professions, d’une nouvelle manière de travailler et de voir les choses. Renoncer à certaines activités ou habitudes, bien sûr que c’est difficile ! Mais, c’est la base de la transformation. La nouveauté contribue au virement social et au progrès. Chacun de nous, et non seulement les experts, est capable d’apporter du neuf dans son quotidien.

Comment reconnaître les attitudes de résistance à la nouveauté ? Mon expérience est la suivante :

La personne dit

− J’ai toujours fait comme ça
− Je n’ai pas envie d’entrer dans le conflit, j’en ai déjà assez
− Je n’ai pas le temps
− Les gens veulent toujours TOUT changer
− Les blagueurs disent n’importe quoi
− Je suis réaliste
– Ceux qui parlent de nouveauté « n’ont qu’à le prouver»

Les adeptes de la nouveauté disent

− J’avais pensé à cette idée, je vais m’y mettre
− Il faut en discuter, je vais prendre le temps
− Je n’ai jamais essayé mais je vois que ce serait une belle expérience
− Merci de me bousculer
− Ma réalité est ennuyeuse, je vais me débrouiller pour vivre pleinement et en accepter les conséquences
– C’est le moment d’aborder mes idéaux et d’en faire une nouvelle réalité
− J’expérimente pour me prouver à moi d’abord que mon idée est juste/bonne et non pour allonger les statistiques ou avoir du succès

Les échecs, la perte d’êtres chers, les désillusions, la solitude, tout ce qui tire le bas est en même temps une forme de tremplin : accepter ce qui est, le vivre consciemment nous oblige presque naturellement à tendre vers la nouveauté. Avant de voir la lumière, pourquoi ne pas apprendre à faire de la confiture, une sauce à salade  ? Pour la confiture, c’est simple : il faut une recette pour les quantités, quelques fruits, du sucre, un peu d’eau, une marmite, un verre à cornichons bien lavé, une cuisinière électrique. D’autres options sont envisageables : devenir plus ouvert.e, se former en autodidacte, prendre contact avec des personnes qui nous semblent inaccessibles (elles aussi aiment souvent la nouveauté) ; dépasser les frontières linguistiques  et lire, lire, lire.

Pour Milton Erickson, la première chose à faire, si une personne cherche de l’aide chez un spécialiste du mental, est de ne pas essayer de contraindre l’être humain à modifier sa manière de penser ; il est préférable de créer des situations dans lesquelles l’individu modifiera lui-même volontairement sa façon de penser. Erickson prend tout comme un moyen de se tourner vers soi. Pour lui, la résistance est une invitation au jeu ; prendre l’aspect positif de tout et l’utiliser pour construire une interaction.



 

Weihnachten inmitten einer Pandemie, eine Mutprobe

I. Die Selbsthingabe

Während einer Pandemie transportiert Sprache diverse emotionale Verfassungen, worunter jede Person, jede Gruppe und jedes Unternehmen unterschiedliche Wahrheiten erkennt. Nichtssagende Redensarten wie «Mir (uns) geht es gut», wenn die Stimme ein Unwohlsein verrät, ist keine vorteilhafte Art, sich «zu schützen». Verdrängte Gefühle treten früher oder später wieder auf. Bis dann verweigern wir uns dem Wesentlichen der menschlichen Beziehungen. Wir haben Angst, andere zu belasten. Zu Recht, denn wir vergessen, dass diese anderen auch ihre Last tragen, und zwar «sich selbst». Das Risiko auf sich zu nehmen, sich trotz allem jemandem anzuvertrauen, ermöglicht jedoch die Erfahrung, «gehört» und verstanden zu werden.

II. Die Bedrohung führt zu Konflikten

Methoden und Strategien tragen nur bedingt zur Konfliktlösung bei. Es scheint eine Realität zu sein, dass es (fast) jeder von uns vorzieht, die eigenen Fehler auf andere zu projizieren.

Für Menschen, die an sich selbst oder unter der Leitung eines Psychotherapeuten arbeiten, liegt es eher auf der Hand, Konflikte anzuerkennen und zu analysieren. In Spitälern ist die Situation momentan heikel. Erwartungen, Frustration und Müdigkeit sind spürbar. Aber gibt es sie wirklich nur im Gesundheitssektor? Nein. Die wahren Gründe sind nicht die Pandemie, sondern das Ohnmachtsgefühl einzelner Menschen gegenüber dem rationalen asozialen Funktionieren, das im Berufsbereich, respektive auf dem Arbeitsmarkt gefordert wird; die Verletzung der Menschenrechte und die gesellschaftlichen Ungleichheiten, die Eifersucht, das Verlangen, das ungelöste Trauma, aber auch die Tendenz, Opfer zu bleiben, und die mangelnde Bereitschaft, Lösungen zu suchen und anderen beizustehen.

«Ob persönlichkeitsarmer Mangel an Ich oder narzisstisches Zuviel an Ego – beides sind Formen seelischer Unbehaustheit, die mit dem Verlust einer inneren Welt einhergehen. Denn nur eine innere Welt befähigt einen, von sich selbst Abstand zu nehmen, sie ist die Voraussetzung für Selbstkorrektur, Wachstum und Reife. Dazu gehören auch Erfahrung der eigenen Ambivalenz und Unbestimmbarkeit, die allein neue und unvorhersehbare Bezugnahmen auf sich, die anderen und die Welt ermöglichen.» (Du sollst nicht funktionieren. Für eine neue Lebenskunst. «Eine kluge Polemik gegen den Selbstoptimierungswahn». Ariadne von Schirach, Verlag Tropen bei Klett-Cotta).

III. Etwas von sich geben, um darauf stolz zu sein

Was bedeutet das Wort «schenken» in dieser Weihnachtszeit? Die eigene Demut anerkennen und authentisch sein:

«Wie kann ich Dir (Ihnen) helfen?»
«Ich sehe, wie sehr Du leidest, und ich bin unfähig, Dir Trost und Aufmerksamkeit zu geben.»
«Kannst Du meine Hilfe annehmen?»
Oder: «Es gibt Momente, in denen ich mich selbst verachte, deshalb bin ich so wenig einfühlsam.»

Selbsthingabe erfordert, verstehen zu wollen, was man tut.

IV. Ein vertieftes Gespräch, ist das aufrichtigste Geschenk, um zu überleben

Da das Ziel der Gesundheitsökonomie nicht von allen Fachleuten gleichermassen geteilt wird, geht es insbesondere während einer Pandemie darum, Verantwortlichkeiten und deren Machbarkeit in der Politik zu klären: https://www.cairn.info/revue-pensee-plurielle-2015-2-page-109.htm

Die Einsicht, dass es nicht in allen Fällen vorgefertigte Lösungen gibt, würde die Kommunikation mit der Öffentlichkeit erleichtern. Um besser nachvollziehen zu können, wo ein Konflikt beginnt – um die Antworten nicht nur allein der Neurowissenschaft oder der Psychoanalyse zu überlassen –, geht es sowohl in der Politik und in der Wirtschaft als auch in der Partnerschaft, in der Familie oder im Unternehmen darum, die Struktur der Leitlinien, der Hierarchie, der Ziele, der Funktionen sowie der Rollen zu verstehen. Konflikte entwickeln sich meistens, wenn konkrete Antworten auf die folgenden Fragen fehlen: Welche Ressentiments, Fakten und Umstände müssen geklärt werden? Welche Interessen gibt es und wie ist die Macht verteilt? Wer besitzt mehr Geld? Weshalb hat sich der Betrag vermindert oder erhöht? Wer übernimmt die Führung, die Kontrolle? Bereits im prähistorischen und historischen Amerika, noch vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492, wurden diese Gedanken kritisch hinterfragt. Wir nähern uns aber dem Jahr 2021 zu.

V. Lebendige Sprache entsteht durch Worte, Reflexion, Auseinandersetzung und Handeln

Noch viel zu wenig werden Lösungen aufgrund von Werten wie kreatives Denken, Wohlstand, Gesundheit, Persönlichkeitsstärke, Empathie, Selbstwertgefühl, Gleichheit, Teilen, Wohlwollen, Toleranz, Initiative, Querdenken, Reichtum und mentale Tiefe gesucht.

Diese Herausforderung bedingt qualifiziertes Zuhören und analytisches Denken. Beziehungskonflikte, Schwierigkeiten im Beruf, sexueller Missbrauch, verletzende Grenzüberschreitung in der Wortwahl, Generationenkonflikte oder fehlende Unternehmensführung sind immer noch Tabus. Dank feministischer Männer ändert sich endlich jedoch der Blickwinkel. Das Nachrichtenmagazin von RTS «Le Temps» ist ein gutes Beispiel dafür.

VI. Moralisches Denken als kreativen Faktor?

Im Internet habe ich einen Titel gelesen, der mir gefällt: «Weihnachtsguetzli — gegen Dämonen und kalte Winternächte».

Wir sind freie Menschen, egal was unsere Vorlieben sind. Themen initiieren, die jedermann zugänglich sind, sie ansprechen und sie bearbeiten oder grundsätzlich neue Denkweisen entdecken, ist ein vielversprechender Beitrag für sich selbst und ganz besonders für das gute Funktionieren der Gesellschaft.

Französisch, italienisch oder rätoromanische sprechende sind persönlich und warmherzig. Emotionen gehören zur empathischen Konversation. Konflikte, Trauer und Schicksalsschläge werden selbstverständlicher angesprochen als in der deutschen Schweiz, wo Themen eher hinter verschlossener Tür diskutiert werden (Gärtlidänkä). Hingegen sind Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer kooperativ und vertrauenswürdig. Es ist Zeit für uns Schweizerinnen und Schweizer aller Kulturen, uns an den Tisch zu setzen und Rösti oder die berühmte Waadtländer Spezialität „Papet Vaudois“, ein köstliches Risotto oder die aparte Trinser Birnenravioli zu essen. Wie Mahatma Gandhi sagt: «Die Zukunft hängt davon ab was wir heute tun.»

***

Helfen wir uns gegenseitig, dann fühlen wir uns gut und können uns im Spiegel betrachten.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine schöne Weihnacht, Ruhe und Zeit zum Entspannen. Möge das neue Jahr das beste Ihres Lebens werden, trotz Corona-Pandemie. Leben Sie Ihre Träume und nicht die anderer.

Antoinette Vonlanthen

Der Kreativitätsprozess beim Französisch lernen

  1. Ziele visualisieren, selektionieren, nur ein Ziel behalten.
  2. Planen, organisieren, wählen, lernen sich zu konzentrieren.
  3. Abstand vom Alltag nehmen, sich zurückziehen, experimentieren, annehmen, entscheiden, Prioritäten setzen.
  4. Über sich hinaus gehen, Ausdauer üben, gute menschliche Beziehungen pflegen

    Mit Französisch, kreativer werden

        

         Telefon: 079 671 37 14

 

 

 

La méthode holistique dans l’enseignement du français renforce l’image de soi

L’actualité sociale et économique, particulièrement turbulente depuis l’hiver 2020, se révèle quotidiennement une autre et les gens, en conséquence, à la quête de repères fiables. À chaque époque, l‘aspiration à la performance et la qualité ont été réalisées au détriment de la santé des enfants, des jeunes, des adultes et des personnes âgées, de la nature et des animaux. Les racines de cette déformation résident dans les relations de pouvoir inégalitaire du système éducatif, les intérêts divergents dans la formation continue professionnelle, ignorant la réalité sur le marché du travail, dans le comportement consumériste des gens puis, finalement, dans le développement du numérique qui a transformé le système des valeurs.

Mieux comprendre les fameux critères de qualité

L’obligation pour les instituts de formation ou les entreprises de répondre de plus en plus à des critères de qualité alourdit l’appareil administratif. Lors de la pandémie, les concepts du e-learning ont montré à quel point la pratique est complexe lorsque dans les familles les installations technologiques en sont à leurs débuts et qu’aujourd’hui encore, des adultes ne savent pas écrire des courriels. Tôt ou tard, la personne apprenante ou employée dans l’entreprise se sent bernée et a besoin d’un soutien actif loin des écrans afin qu’elle puisse mieux s’organiser. Dans les instituts de formation, comme dans toutes les entreprises ou familles, la révolution technologique produit des coûts élevés non seulement administratifs. De nombreuses personnes œuvrant dans les secteurs concernés sont placées devant des problèmes de santé. L’absentéisme, la dépression, l’alcool, la drogue, les dégâts familiaux et sociaux sont considérables ; la violence et les abus sexuels restent tabous, tout comme les racines du burnout (qui, selon mon analyse, provient d’un ensemble d’interactions manipulatives au niveau du groupe/ relations de pouvoir et fixation sur un „bouc émissaire“). Créer des labels de qualité, c’est séparer l’humain de ses besoins affectifs et l’utiliser comme un produit de marketing.

Les labels de qualité devraient servir à orienter les clients ; sur le terrain la réalité est différente car ces critères ne tiennent ni compte des procédures internes ou externes ni de l’organisation des installations technologies numériques, qui demandent énormément de temps à mettre en place jusqu’à ce qu’elles fonctionnent, ni de la formation des employés à la suite du renouvellement informatique, ni du mécontentement du personnel face à ce travail administratif pesant. Le résultat des critères de qualité repose donc souvent sur des analyses et des constats flous, superficiels et faux. Le consommateur paie les coûts engendrés pour la mise en place des labels et non pour la qualité du produit qui l’intéresse. Cette problématique concerne tous les établissements sous pression du lobby des milieux économiques, qui exploitent des voies d’influence inimaginables pour atteindre leurs objectifs.

Il n’en reste pas moins qu’il est inutile de peindre le diable sur les murs. Les consommateurs sont libres de financer les coûts engendrés pour la mise en place des labels et non pour la qualité du produit qui les intéresse. Aujourd’hui, le consommateur et la consommatrice sont plus critiques, ils se laissent moins manipuler et en fin de compte, ce sont eux qui dirigent le marché.

La qualité au niveau de l’enseignement du français en Suisse

Lorsqu’il s’agit de s’exprimer en français dans les entreprises et dans les milieux de la formation professionnelle de Suisse alémanique, le constat est particulièrement flagrant : les connaissances acquises lors de la scolarité sont insuffisantes. Se vanter de la qualité professionnelle à travers l’implication de la langue anglaise, quelque peu mieux utilisée que le français mais sous un genre cow-boy typique à la Suisse traditionnelle, est un moyen d’affaiblir l’identité individuelle, comme l’estime de soi.

Le plaisir d’apprendre et de comprendre le français facilite le dialogue

Enseigner ou apprendre le français dans un esprit systémique, c’est avant tout relier les connaissances particulières en ensembles cohérents. Ceux-ci renforcent la disposition au changement. Dans ce but, la prise de conscience individuelle permet de mieux cibler sa propre réalité et de gérer de manière « systématique » son savoir, son savoir-faire, son savoir-être (ses besoins et ses intentions).

Bien qu’il n’existe aucune méthode unique pour enseigner ou apprendre une langue, l’Institut de Langue Française et d’Expression a créé une approche visant à ce que tout changement puisse être réalisé à travers les relations des individus entre eux. Pour comprendre la systémique, nous pouvons nous référer à notre éducation. Quelle est notre biographie psycholinguistique ?

Dans l’enfance, nous avons été conditionnés par les différents systèmes dans lesquels nous avons vécu. Dès notre naissance, nous avons été  confrontés à l’un des premiers systèmes de pensée : celui de nos parents, puis ceux que représentent les membres de la famille d’une génération à l’autre, leur manière de s’exprimer (arbitraire, indulgente, égalitaire, différenciée, attentionnée). La variété des codes de communication et les mécanismes socio-cognitifs forment un système propre au groupe. Plus tard, nous sommes impliqués dans le système scolaire, puis professionnel, politique, culturel, artistique, et dans bien d’autres encore. Notre langue maternelle ou nos langues maternelles s’imprègnent donc d’un langage contextuel multiple. Une des caractéristiques est le fait que les composantes interagissent entre elles.

Mettre en lien les compétences facilite la mémorisation

À l’âge adulte, lorsque nous apprenons une nouvelle langue ou que nous voulons rafraîchir les connaissances acquises, la pensée systémique aide à réfléchir à l’ensemble. Cela signifie accorder de l’importance aux relations entre les différents systèmes et entre leurs différentes composantes. La Suisse, avec ses quatre langues nationales et ses multiples dialectes est composée de systèmes complexes en raison des nombreux patois – dialectes – qui existent. Prendre en compte la connaissance de soi, les conditions sociales de l’environnement dans lequel on aimerait parler le français, veut dire comprendre un système dans un contexte global. On peut parler de
« Pensée holistique ». Sur cette base, il est plus facile de poser des objectifs réalistes : qu’ai-je à dire, quelle influence aurai-je à mon tour ?  Cette question prend de l’importance dès qu’une bonne base grammaticale est acquise, accompagnée du vocabulaire nécessaire à l’usage courant.  La communication se développe dans le cadre d’un ou plusieurs systèmes selon les objectifs linguistiques : quelles sont mes expériences en entreprise, en formation continue, et quels effets ont-ils sur ma manière de concevoir la culture dans laquelle j’aimerais me développer ? À partir de cette prise de clarté, que faisons-nous de cette influence dans notre parcours d’adulte ?

Le rêve de la créativité et de l’innovation est une question de résilience

Quiconque a appris à développer l’auto-efficacité, à se redresser dans n’importe quelle situation est capable de résister aux vents contraires. La plupart d’entre nous rêve de sortir du système dans lequel nous avons grandi pour en créer un qui nous est propre ; en réalité la majorité se plaint des résistances au changement. Selon mon expérience en tant que formatrice, le temps consacré aux idées et aux projets se répartit comme suit : 20 % pour la conception et la mise en œuvre du projet ; 80 % pour surmonter les résistances et déjouer les pièges. À condition d’avoir été correctement anticipées les résistances sont pourtant évitables. Apprendre ou perfectionner une langue réactive les systèmes dans lesquels nous avons fait des expériences. Ce processus de prise de conscience nécessite de la flexibilité et de l’espace (appelée « le temps ») afin de vaincre la peur de replonger dans les souvenirs négatifs, de pouvoir rendre l’assimilation de ce qui vient d’être appris dans un nouveau contexte de la vie quotidienne.

Parallèlement à l’enseignement de la langue française, l’Institut de Langue Française et d’Expression propose des outils concrets de pilotage du changement en tenant compte de la sémantique, c’est-à-dire chercher à comprendre les transactions linguistiques d’un système à l’autre comme l’utilisation d’un mot dans un contexte donné ainsi que sa résonance, comment ce mot peut signifier une opposition et analyser le refoulement affectif qu’il implique dans un autre système.

L’organisation du vocabulaire dans le monde du travail conduit à des solutions innovantes.

Maîtriser les outils linguistiques présuppose d’anticiper et promouvoir le changement à travers de multiples disciplines :

  • Sociolinguistique
    Diversité culturelle et identitaire, particularités linguistiques : dialectes (diglossie), argot, jargon, expressions (citations), styles de communication.
  • Linguistique
    Vocabulaire, grammaire et syntaxe, terminologie, phonétique.
  • Psychologie
    Aspects cognitifs de l’apprendre, du savoir être, du savoir-faire, conceptions d’apprentissage des valeurs, utilisation des expériences implicites ; biographie des compétences à travers les souvenirs d’enfance ; connaissances humaines interpersonnelles ; sources de résistance et solutions de résilience.
  • Psychanalyse
    Réflexion sur l’identité individuelle et collective.
  • Créativité
    Expérimentation ; gestion de la nouveauté.
  • Philosophie
    Éthique et bien-être.
  • Management
    Gestion culturelle ; apprentissage et communication organisationnelles en entreprise.

Construire une relation de confiance entre personne formatrice et personne apprenante facilite grandement l’acquisition ou la transmission des compétences linguistiques. Une participation commune permet de prioriser les sujets pertinents, de les analyser, de choisir plusieurs options, d’apprendre à gérer la nouveauté, de la développer et de la consolider.

 Le public concerné

Les cours de français, les séances de communication/développement personnel et de conseil sont destinés à toute personne active dans la vie privée ou œuvrant dans les entreprises : cadres et dirigeants d’entreprises, concepteurs et porteurs de projets, entrepreneurs, consultants et formateurs, responsables en ressources humaines.