ANTOINETTE VONLANTHEN
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Schlagwort: Ohne Angst Französisch sprechen

Französisch, die schönste Sprache der Welt

Ist Französisch wirklich schwierig zu lernen? Wieso? Weil es wichtig ist, dass die Rednerin oder der Redner verständlich und inhaltlich klar spricht. Das Erreichen dieses Anspruchs ist in jeder Sprache ein Muss und hat nichts zu tun mit Französisch oder seiner komplexen Grammatik. Eine Sprache mögen heisst, die Absicht zu verfolgen, alles zu unternehmen, damit die Botschaft rüberkommt. Diese Haltung führt in allen Sprachen zur gelingenden Kommunikation. In der Deutschschweiz gibt es unzählige Dialekte wie:

Den Berner Dialekt „Bärndütsch“, den Aargauer Dialekt „Aargauerdüütsch“, den Zürcher Dialekt „Züridütsch“, den Basler Dialekt „Baasl-Dytsch“, den Berner Dialekt „Bärndütsch“, den St. Galler Dialekt „San Gallerdütsch“, den Walliser Dialekt „Wallisertitsch“, den Luzerner Dialekt „Lozärner Dialäkt“, den Bündner Dialekt „Biindnertüütsch“ usw.

Sprechen Deutschschweizer Französisch, leiten erstaunlich viele ihre Gedanken aus ihrem Dialekt ab ((Interferenz). Sie übersetzen in der Folge Wörter simultan oder nutzen ein oft ungeeignetes Vokabular aufgrund der Dialektarchitektur. Wenn sie zum Beispiel auf Deutsch sagen würden: „Ich gehe nicht gerne einkaufen“, würden sie dasselbe auf Französisch so ausdrücken: „J’aime pas aller acheter“, anstatt in der Umgangssprache „J’aime pas (schriftlich: ,je n’aime pas᾿) faire les courses“ (in der Schweiz auch „les commissions“).

Sie sprechen lückenhaftes Französisch und drücken sich mit der gleichen Tonalität wie im Deutschen aus, obwohl die Gesichtsmuskulatur in jeder Sprache völlig anders genutzt wird. Die Denkweisen unterscheiden sich sehr von Mensch zu Mensch, von Sprache zu Sprache, von Kanton zu Kanton und von Land zu Land. Schweizerdeutsch, egal welcher Dialekt, wirkt auf Französischsprachige leicht autoritär. Aber auch einige Dialekte aus der Romandie können in Deutschschweizer Ohren seltsam klingen. Jede und jeder von uns spricht mehr oder weniger einen Dialekt mit einem eigenen Wortschatz und einer eigenen Satzkonstruktion, trotz oder gerade wegen dem Spracherwerb in der Schule. Hinzu kommen Charaktereigenschaften, Intelligenz, freies Sprechen, kognitive Fähigkeiten, Gefühle, Emotionen und Aussprache.

Wird die Persönlichkeit der Lernenden in ihrer Ganzheit betrachtet, das heisst ihr Können, ihre Ausdrucksart, ihre Zuhörfähigkeit, ihre Aktivitäten und ihre Lebensziele, so entsteht individuelle Sprache. Sie entwickelt sich im Laufe des Spracherwerbs und des Erlebten. Mut, Selbstsicherheit und Redefreiheit entstehen. Demgegenüber verursachen interkulturelle Missverständnisse gepaart mit Lern- und Kommunikationslücken ein inkompatibles Sprachprogramm! Ein Français fédéral („Bundesfranzösisch“) oder ein Kauderwelsch ersetzt ein leicht verständliches Französisch.

Das Verstehen dieser Vorgänge erleichtert das Französischlernen und unterstützt positiv den verbalen sowie den schriftlichen Ausdruck. Mit kurzen und präzisen Sätzen sagt man sehr viel aus.

Schöner ausgedrückt, die Kunst der Didaktik entsteht aus der Kunst des Dialogs.

Sich bei der Arbeit entfalten dank SprachWISSEN und Gespräch

Wir glauben, wir wissen, wer wir sind, und doch sind wir nie genau das, was wir zu sein glauben. Der Einfluss von Bildung und Umwelt macht deutlich, wie variabel ja sogar eingeschränkt unsere Autonomie ist. Die Karriere kommt nicht von selbst in Schwung: Der Titel, die Position und der Positionsstatus sind weder Beweis noch Garantie. Jede Änderung, jede Entscheidung stellt uns vor neue Herausforderungen. Der kulturelle Druck einer spektakulären Karriere beeinträchtigt die Qualität der Kommunikation und hindert die Verbesserung der Sprachkenntnisse. Das Erlernen oder Vervollkommnen einer Sprache ist zunächst mit Zweifeln verbunden. Die Konfrontation mit dem Sprachenlernen erfordert Sensibilität, Tiefe und Engagement. Zeitmangel oder Überbeschäftigung sind oberflächliche Alibis, um sich vor Veränderungen und Risiken zu schützen/drücken. Wenn wir lernen und dabei Fortschritte machen, erkennen wir, dass das Setzen und Erreichen von Zielen die Verwirklichung von Visionen bedeutet.

Geistige Starrheit schadet der Gruppe, der Organisation oder dem Unternehmen (dem System)

In einer Rolle oder Funktion zu verharren, war einmal ein Zeichen von Stabilität und Professionalität. Heute behindert es die geschäftliche Dynamik. Den grössten Fehler, den Unternehmen machen können, ist, nur junge Leute einzustellen und erfahrene Mitarbeiter in den Hintergrund zu rücken. Der Altersmix verleiht der Unternehmenskultur und damit der Rentabilität Stärke. Ein Alterssegment auszuschliessen und durch ein anderes zu ersetzen, ist unlogisch und widerspricht dem psychosozialen sowie dem wirtschaftlichen Zusammenhang. Ob in der Welt des Gesundheitswesens, der IT oder des Managements: Der Personalmangel ist das Ergebnis einer Eliteauswahl, die viele Jahre ein Misserfolg war. Jung und Alt lernen voneinander, sie motivieren sich gegenseitig, was sie leistungsfähig macht. Das Ignorieren dieses Prinzips ist ein immenser Verlust an Human- und Wissenskapital, eine patriarchalische Diktatur, die so schnell wie möglich abgeschafft werden muss.

Der Verzicht, um eine bessere Kommunikationsqualität und mehr Freiheit zu erlangen

Der Mensch von morgen teilt sein Zuhause und seine Arbeit, er studiert, arbeitet zehn Jahre und wechselt dann seinen Arbeitsplatz oder er findet ohne spezielle Ausbildung seine ideale Tätigkeit. Er verzichtet aufs Ausgehen, auf den Kauf eines Hauses oder auf Ferien, um in eine Weiterbildung zu investieren. Der Familienvater verzichtet auf sein Gehalt, um sich um seine Kinder zu kümmern oder seine Vollzeit arbeitende Frau zu ersetzen. Dies hat nicht mit Ideologie zu tun, sondern mit Vernunft.

Die Art des Seins, sich auszudrücken und zu handeln sagt mehr über jemanden aus als ein Universitätsabschluss

Das Bewusstsein über die Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen, die technologischen Veränderungen, aber auch den Klimawandel zwingt uns, unsere Lebensvorstellungen zu überprüfen. Wir sehen es jetzt, Jugendliche sagen den Erwachsenen, was sie tun müssen, weil sie nicht den Mut haben, sich zu ändern.

Sprachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten – damit meine ich die Art des Sprechens – dienen nicht nur der Karriere. Sie sind heute mehr denn je von Nutzen für alltägliche Interaktionen, professionelle Gespräche sowie nationale und internationale politische Beziehungen.

Denksysteme unterscheiden sich von Region zu Region, von Nationalität zu Nationalität, von einer Generation zur nächsten. Sie sind ständig miteinander verbunden und in Bewegung. Niemand bringt uns bei, in welcher Lautstärke wir kommunizieren sollen, denn die Analyse der Systeme führt über das Wissen über sich selbst. Sie setzt uns in Kenntnis über unser Sein und ermöglicht uns so, in der Akzeptanz unseres Wesens in einem multikulturellen Umfeld voranzukommen.

Sich für sich selbst zu interessieren, ist eine Art, sich für andere zu interessieren

Sich für sich selbst zu interessieren, ist ein anderer Ansatz als die „Nabelschau“. Im ersten Fall dient die Frage dazu, sich in etwas Besseres zu verwandeln. Im zweiten Fall gibt es keine Fragen, es gilt nur (oft bei religiösen Gruppen) „Ich, ich“, „Ich besitze die Wahrheit“.

Ganzheitliche Sprachkurse begehen kreative Wege, um das höllische Rennen „Immer mehr zu wollen“ zu überwinden. Das Finden der richtigen Worte erleichtert die persönliche oder berufliche Veränderung. Personalisierte Gespräche berücksichtigen Sprachkenntnisse, emotionale Ressourcen, Selbstkenntnis, Erfahrung, Schulung, berufliche Entwicklung und Erwartungen, Interessen, Projekte sowie die Bedeutung, die dem Ehrgeiz beigemessen wird. Das Training besteht aus Inszenierungen in Bezug auf die Talente.

Teilen, gemeinsam lernen, handeln

Sich daran zu gewöhnen, über Gott und die Welt zu reden, über die Bedeutung von Wörtern nachzudenken und Themen zu entwickeln, die der zukünftigen Karriere förderlich sind, erleichtern

a) die Analyse und die Entscheidungsfindung
b) die Verknüpfung von Entdeckungen und Annahmen
c) die Entwicklung von Ideen
c) den Anreiz zur Initiative
f) die Organisation von Projekten
g) die konkrete Herangehensweise an das persönliche oder geschäftliche Leben oder als Unternehmer oder Unternehmerin

Sprachliches und menschliches Wissen sind eng miteinander verbunden

Ganzheitliche Sprachkurse in Form personalisierter Gespräche dienen der Stärkung der Kommunikationsfähigkeit und gewährleisten Strategien, die auf persönlichen Entscheidungen basieren. Zweisprachige Menschen (D/F) profitieren besonders davon. Französischkenntnisse setzen effektiv Prozesse in Gang, die in die deutsche Sprache übertragen werden können. Sie können semantisch, psychologisch oder psychosozial sein. Wenn der Trainer und der Lernende im gegenseitigen Einvernehmen aktuelle Themen auswählen – beispielsweise Gespräche unter verschiedenen Umständen führen, Konflikte lösen, sich in einer Gruppe engagieren, ein Unternehmen führen, Kinder grossziehen, eine Geschichte und ihren Autor analysieren –, wird die Entwicklung oder die Beherrschung einer Sprache zu einer Lebensschule. Aus diesem ganzheitlichen Konzept, das nichts gemein hat mit Tandem-Sprachkursen, das Sprachkenntnisse, persönliche Entwicklung und berufliche Ausbildung kombiniert, entsteht ein aussergewöhnliches Potenzial.

Gute Vorträge auf Französisch halten – worauf es ankommt

Weshalb ist es für Deutschsprachige so schwierig, eine Rede auf Französisch zu halten? Meistens deshalb, weil genau die gleichen Fehler passieren wie auf Deutsch: zu wenig vorbereiten, zu viel in eine Rede verpacken, kompliziert und langweilig sprechen, unpassende Kleidung tragen, oberflächlich-locker – aber nicht charmant – sprechen. Worauf sollten Sie als Referent oder Referentin besonders achten? Erobern Sie die Herzen des Publikums, zeigen Sie eine starke Präsenz, die kombiniert ist mit Gesprächsführung, Zentriertheit, Empathie, Originalität und Liebe zum Detail im richtigen Moment:

  • Sprechen Sie unverkrampft, deutlich und langsam Französisch.
  • Lassen Sie Ihre Persönlichkeit durch die Sätze fliessen.
  • Unterscheiden Sie zwischen Information, Kommunikation und Zielvorgaben,
    stellen Sie diese leicht verständlich dar.
  • Atmen Sie tief, entspannt und locker aus.
  • Tragen Sie nur stilvolle Kleider, die zu Ihrer Persönlichkeit passen („Individuell“ heisst nicht „exzentrisch“oder „teuer“).
  • Lassen Sie sich nichts von der Mode diktieren.
  • Achten Sie auf natürliche Gesten.

Ein gutes Referat zu halten bedingt ausserdem:

  • Sich Zeit nehmen für die Vorbereitung.
  • Sich des Abstands und der Nähe zum Publikum, bewusst sein.
  • Eine Strategie erarbeiten

a) aufgrund einer Vision,
b) mit den vielfältigen Informationen, die zur Verfügung stehen, und: mit Erfahrungen ergänzen.

  • Parallele und wertvolle Ziele benennen.
  • Auf Stimme und Intonation achten, Gesichtsmuskulatur trainieren, um besser Französisch zu sprechen und den deutschen Dialekt loszuwerden.

 

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